dieſer Mann ſie ſo liebte und verehrte,— es war kein Wunder, daß der Zauber ſolcher Gefühle ihren Charakter reifte, der ſo liebenswürdige und ungeahnte Eigenſchaften entfaltete, daß ſie ſelbſt oft ihr Gatte mit Erſtaunen betrach⸗ tete und ſie ſcherzend fragte, ob ſie dieſelbe ruhige, faſt zu ruhige und ſcheinbar zu kalte Emmeline Manvers ſei, die er zuerſt geſehen habe. Selbſt ihre Talente, die im Vergleich mit denen ihrer Schweſter untergeordneter Art zu ſein ge⸗ ſchienen hatten, wurden durch ihren Gatten geweckt. Sie fand, daß ihre Stimme und ihr Klavier- oder Harfenſpiel demſelben großes Vergnügen machte, und als ſie dies einmal entdeckt, machte ſie ſolche Fortſchritte, daß ſie faſt ſelbſt dar⸗ über erſtaunte. Sie ſah, daß die Zeichnungen, welche ſie von den verſchiedenen anmuthigen Stellen in der Nähe ihres Edelſitzes aufgenommen hatte und an denen Devonſhire ſo reich iſt, ihm Freude machten, und als Eleanor Hakwood be⸗ ſuchte, war ſie erſtaunt über die verſchiedenen ſchönen Zeich⸗ nungen, welche Zeugniß davon ablegten, wie ſie ihre Muße⸗ zeit benutzte. Lord Delmont erſtaunte noch viel mehr über die Veränderung, die mit ſeiner Tochter vorgegangen war, als ihr Gatte. Er war ſehr oft in Dakwood, beſonders als ein kleiner Enkel das Glück der Familie noch erhöhte, denn ſein Haus hatte unter Eleanor's leichtſinniger Leitung alle die Reize verloren, welche Emmeline demſelben zu geben ge⸗ wußt hatte. Er hatte auch allmälig die Entdeckung gemacht, daß ſein Liebling, ſeine immer noch angebetete Eleanor, nicht fehlerfrei ſei. Emmelinens großmüthiger Beiſtand und ihr Vorſatz, ihrem Vater alles Unangenehme zu erſparen, hatte ihm Eleanor's Verſchwendung verheimlicht, aber nach ihrer Verheirathung ſteigerte ſich mit Eleanor's Vergnügungsſucht auch die Zahl und die Höhe ihrer Rechnungen, die, als die junge Dame dieſelben nicht bezahlte, an ihren Vater geſchickt wurden. Lord Delmont war ſchmerzlich überraſcht und nach ſeiner gewöhnlichen unbedachten Weiſe ſprach er mit Eleanor in demſelben Augenblick, wo er gerade am ärgerlichſten war, und da ſie nicht gewohnt war, Vorwürfe von ihm zu hören, antwortete ſie mit gleicher Heftigkeit und ein leidenſchaftli⸗
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Erziehungs-Resultate : eine Erzählung für Mütter und Töchter / nach dem Englischen von Grace Aguilar
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