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worden ſei, wie er geglaubt hatte, wenn ſeine Tante kommen würde. Er hatte noch nie den Tod geſehen und er weigerte ſich eigenſinnig, ſeines Onkels und Mr. Myrvin's Verſuchen, ihn auf ſeinen Verluſt vorzubereiten, zu horchen und daran zu glauben. Entſetzt über das fortdauernde Schweigen, über die Kälte der Hand ſeiner Mutter, die, als Mr. Myrvin und die Wittwe dieſelbe ſanft aus der ſtützenden Hand der Mrs. Hamilton nahm, auf die ſeine fiel, ſprang er auf, klammerte ſich an ſeine Tante, bat ſie, mit ihm zu ſprechen und ihm zu ſagen, warum ſeine Mutter ſo ſeltſam und blaß ausſehe, warum ihre Hand ſich ſo kalt anfühle und warum ſie nicht mit ihm ſpreche und ihn nicht küſſe, wie ſie immer gethan habe, wenn er einen Kummer gehabt.
Mrs. Hamilton erhob ihren Kopf von der Achſel ihres Gatten und zog, mit ihrem eigenen tiefen Schmerze kämpfend, ihren verwaiſten Neffen dichter an ſich und ſagte mit leiſer, inniger Stimme:„Mein Edward, hörteſt Du nicht, wie Deine Mutter zu Gott betete, daß er Dich ſegnen möge?“ Das Kind ſah ſie forſchend an.
„Dieſer gute Gott hat ſie zu ſich genommen, mein Kind, er hat es für beſſer gehalten, ſie von uns zu nehmen und ſie an einen Ort zu bringen, wo ſie keinen Schmerz und keine Krankheit mehr kennen wird.“
„Aber ſie liegt ja dort,“ ſtüſterte Edward mit entſetzter Stimme und verbarg halb ſein Geſicht im Kleide ſeiner Tante. „Sie iſt ja nicht weggenommen, warum ſpricht ſie nicht mit mir?“
„Sie kann nicht ſprechen, mein liebes Kind! Die Seele, die ſie zu ſprechen, zu lächeln und zu leben in den Stand ſetzte, war Gottes Gabe, und es hat ihm gefallen, dieſelbe zurückzurufen.“
„Und wird ſie nie, nie wieder mit mir ſprechen? Wird ſie mich nie wieder küſſen? nie wieder ihren lieben, ſchönen Edward mich nennen?“ ſchluchzte er in leidenſchaftlichem Schmerze, als ſich ihm endlich die Wahrheit aufdrang. „Mama, Mama, meine liebe, gute Mama, o gehe nicht von mir oder laß mich mit Dir gehen, laß auch mich ſterben,


