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ſind, Ellen! Es iſt allerdings ſehr angenehm, geliebt zu werden, und wenn wir unſere Pflicht erfüllen und Andere lieben, ſo ſehr wir können, ſelbſt wenn wir nicht wiſſen, daß wir zuerſt geliebt werden, ſo können wir doch feſt überzeugt ſein, daß wir zuletzt geliebt und glücklich ſein werden. Ver⸗ ſtehſt Du mich, mein Kind?“
Die Frage war faſt überflüſſig, denn Ellen's große Au⸗
gen ruhten auf ſeinem Antlitz und ihr Ausdruck war ſo ver—
ſtändig und gefühlvoll, daß das ganze Geſicht verklärt er⸗ ſchien.„Sie glauben alſo, daß Mama wieder geſund wer⸗ den wird?“ rief ſie aus,„wird ſie mich dann jemals lieben? Ach, wenn ich das dächte, ſo könnte ich niemals, niemals wieder unartig ſein.“
„Sie wird dich lieben, meine liebe Ellen,“ erwiderte Mr. Myrvin ſichtbar ergriffen.„Ich kann Dir nicht ſagen, daß ſie wieder geneſen wird, um Dich auf Erden zu lieben; aber wenn es wirklich Gottes Wille ſein ſollte, ſie zu ſich zu nehmen, ſo wird ſie vom Himmel herniederblicken und Dich weit mehr lieben, als ſie es bisher gethan hat, denn ſie wird dann wiſſen, wie ſehr Du ſie liebſt.“
„Und wird ſie wiſſen, wenn ich Alles thue, was ſie wünſcht,— wenn ich Edward liebe und ihm behilflich bin?“ fragte Ellen mit leiſer, halbfurchtſamer Stimme, und Mr. Myrvin konnte nicht denken, wie lebhaft und unauslöſchlich ſeine Antwort in das Gedächtniß des Kindes eingeprägt wurde.
„Es iſt eine Frage, die Niemand beſtimmt beantworten kann, aber es iſt mein feſter Glaube, daß die Geliebten, die wir verloren haben, immer noch über uns wachen und uns lieben dürfen und daß ſie uns ſehen und oft bei uns ſind, obwohl wir ſie nicht ſehen können. Aber ſelbſt um Edward behilflich zu ſein,“ fuhr er etwas beſorgt fort,„darfſt Du Dich nicht verſuchen laſſen—“
Er wurde durch das Erſcheinen eines Fremden unter⸗ brochen, der ihn höflich anredete und um Entſchuldigung bat, wenn er ſich die Frage erlaube, ob beide Kinder ihm ange⸗ hörten. Mr. Myrvin erwiderte, daß er nur auf das Eine Anſpruch machen könne, das kleine Mädchen ſei Miß Fortescue.
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