Teil eines Werkes 
1. Buch (1863)
Entstehung
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noch an Deiner Seite dulden, nun da Du weißt, aus welchen Abgründen ich zu Dir emporgeſtiegen?

In dieſem Augenblick begannen die Glocken der Cathedrale zur Mette zu läuten; und indem ſich ihre ſanften Akkorde vom Lande her mit dem Murmeln und Flüſtern der Wellen miſchten, zog George ein kleines, in rothen Saffian gebundenes Büchlein hervor. Es war ſein Lieblingsdichter, Thomas Moore, welchen er auf⸗ ſchlug. Dann las er:

Komm, ruh mir am Buſen, mein arm flüchtig Thier Ob die Heerd' Dich auch ließ Deine Heimath iſt hier. Hier winkt Dir ein Ort, wo kein Feind Dich mehr hetzt, Eine Hand und ein Herz, welche Dein bis zuletzt.

O! was wär' die Liebe, blieb' ſie nicht gleich warm

Durch Ruhm und durch Schande, durch Luſt und durch Harm? Ich weiß nicht, ich frag' nicht, ob Schuld Du Dich weißt Ich weiß nur, ich lieb' Dich, was immer Du ſeiſt.

Du haſt Deinen Engel zuvor mich genannt,

Und Dein Engel bleib' ich, nun Dein Loos mir bekannt. Durch's Feuer Dir folg' ich und führ Dich zur Ruh,

Zur Ehre, zum Sieg oder falle, wie Du!

Die Glocken der Cathedrale hatten ausgeklungen. Das Schiff legte an, man war in Antwerpen. Arm in Arm betraten George und Annie den Con⸗

tinent, und zwiſchen ihnen und der alten Heimath von England rauſchte das Meer.

Ende des erſten Buches.