Teil eines Werkes 
1. Buch (1863)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

2

Das Einfachſte wäre nun freilich geweſen, mit dem Bedienten Freundſchaft zu ſchließen. Aber dieſer Be⸗ diente ſah gar nicht aus, als ob er für Freundſchaft empfänglich ſei. Auch hatte er jedesmal ſehr bedenklich gegrunzt, wenn das neugierige Individuum einen Ver⸗ ſuch machte, ſich zu nähern. Aber in ſeiner großen Noth entſchloß er ſich dennoch zu dieſem letzten Mittel, und bot dem beſagten Dienſtmann eine Cigarre an.

Dieſer, welcher mit dem Mantel ſeines Herrn über dem Arme, auf dem Hinterdeck ſtand, ſchnarrte Etwas, wieer danke.

Ah, Ihr ſeid wol nicht aus London, guter Freund, eröffnete der nengierige Jüngling die Converſation.Ihr ſprecht nicht wie ein Londoner.

Der gute Freund hatte bis jetzt überhaupt noch nicht geſprochen; er hatte bis jetzt blos gebrummt und ge⸗ ſchnarrt, und hätte, dieſen Aeußerungen ſeiner Stimm⸗ organe nach, ebenſo gut ein Botokude als ein Engländer ſein können.

Sagt doch, guter Freund, fuhr der Unverdroſſene fort,Eure Herrſchaft iſt wohl auch nicht aus London?

Der Angeredete brachte aufs Neue einige Töne her⸗ vor, die ein unbefangenes Gemüth gerade nicht für eine Aufmunterung gehalten haben würde. Aber unſer Jüng⸗ ling bemerkte das nicht, ſondern fuhr ganz zutraulich fort, indem er ſeine Stimme geheimnißvoll dämpfte: wol kürzlich erſt vermählt, guter Freund?

Da aber platzte der grobe Diener los und donnerte einGoddam! ſo unbarmherzig auf den zutraulichen Jüngling herunter, daß dieſer ängſtlich zurückwich, und