— 5 dieſes Gentleman in die gewöhnliche überſetzt ſo viel heißen ſollte:„Ein ſehr grober Flegel, in der That!“ Denn Mr. John Crawford hatte die Eigenthümlichkeit ſtets einzuſtimmen, wenn ein anderer Menſch Etwas ſagte. Er war von einer äußerſt milden Gemüthsart und hatte in ſeinem Leben noch keinen Mitmenſchen in die Seite geſtoßen; er hätte es auch an dieſem Abend nicht gethan, wenn nicht die Gelegenheit und das böſe Beiſpiel ihn verführt hätten. Seine Verehrung für das ſchöne Geſchlecht war allgemein und unbegrenzt, aber
er war zu ſchüchtern, um in dieſer Hinſicht jemals per⸗
ſönlich zu werden.
Dieſen würdigen Herren, ſeinen Kameraden und Freunden ſchlug der Honourable Mr. George Meadows, einziger Sohn und Erbe des Lord Hazlewood von Tre⸗ vynyr, vor, eine Flaſche Wein zuſammen zu leeren, be⸗ vor man ſich trenne. George Meadows war jünger als ſeine Schweſter; er hatte auf den väterlichen Hügeln in der Provinz noch den Drachen fliegen laſſen, als die kaum ſiebzehnjährige Miß Jane den alten, reichen Lord Caſtlemere heirathete. Er liebte ſeine Schweſter nicht ſehr und er wußte, daß auch ſie ihn nicht ſehr liebe. Sie waren gänzlich verſchiedene Naturen und ihre Wege liefen weit auseinander. Der alte, würdige Gemal ſeiner Schweſter war ihm immer viel lieber geweſen, als dieſe ſelbſt; und er konnte es ihr niemals vergeſſen, wie raſch ſie ſich über ſeinen Tod getröſtet hatte, nachdem ſie kaum zwei Jahre verheirathet geweſen. Er fühlte ſich
uicht glücklich in ihrer Nähe; die ſüßen Empfindeng
welche bei dem ſiſet Geſang durch ſeines
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