Teil eines Werkes 
2. Abtheilung, Kaiser Joseph und Marie Antoinette : 2. Band (1857)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

friedene er noch

fragte end da daß es t, und

Baron hte von Kaiſer . Ich ziemlich

Herren, ſehr er

Wien innige,

n müſ⸗

es Un⸗ 3 Volk

D

murren

4 der Herren mit einem wohlgefälligen Kopfnicken. Das Volk iſt weich⸗

25

Und jetzt, meine Herren, ſagte der Baron von Joſephi, jetzt, da wir mit unſerm ernſten, politiſchen Geſchwätz nicht mehr das Ohr der Damen beläſtigen, jetzt erlauben Sie mir, Ihnen ein Bekenntniß zu machen! Ich bin nicht durch Zufall hieher gekommen, und nicht, weil mein Wagen gebrochen iſt, ſondern es war mein freier Wille hieher zu kommen, und mich als Gaſt einzudrängen in dieſe ehrenwerthe Ge⸗ ſellſchaft.

Und darf man wiſſen, welchem Umſtande wir Ihren gütigen und ſchmeichelhaften Entſchluß verdanken? fragte der Hausherr lächelnd.

Haben Sie die Güte mir Gehör zu ſchenken, und Sie werden mich bald verſtehen, ſagte der Baron ſich leicht verneigend. Sie haben, ganz im edlen Sinne der ſchönen Gaſtfreundſchaft der Alten, mich nicht nach meinem Stand und meiner Heimath gefragt, erlauben Sie mir alſo, Sie darüber aufzuklären. Ich bin ein Edelmann aus Mähren,

und dort beſitze ich einige Güter. Der Graf Hoditz auf Roswaldau iſt mein Nachbar.

Dann alſo haben Sie viel zu leiden gehabt, ſagte der Freiherr theilnahmsvoll. Die Hungersnoth war nirgends größer, als in jener Gegend, wie man ſagt.

Man hat die Wahrheit geſagt, mein Herr. Wir hatten viel Leid und Jammer, Hungersnoth und Hungertyphus, das arme Volk ſtarb wie die Fliegen, es konnte ſich durchaus nicht daran gewöhnen, Gras ſtatt des Brodes zu eſſen!

Hier wollen es die dummen Bauern auch nicht erlernen, rief der Freiherr lachend. Das Volk iſt ja ſo anſpruchsvoll. Lebt doch ein Pferd der edelſten Race von Heu und Gras, warum ſollte nicht ein Bauer von ſo gemeiner Race es können.

Es iſt Vorurtheil, weiter nichts, ſagte der Baron wegwerfend, und ich bin der Meinung, daß man dem gemeinen Mann ſolches Vorurtheil abgewöhnen muß. Ich habe daher auch keine Rückſicht genommen auf das Heulen und Schreien der Leute; ich bin immer der Meinung ge⸗ weſen, daß das Volk ſchauſpielert und ſich verſtellt; ich traue dem Ge⸗ weimere nicht, und habe mich niemals davon rühren laſſen!

Und gewiß hat der Herr Baron daran Recht gethan, ſagte einer