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wieder zerſtören, das Sie aufgebaut haben, Ew. Majeſtät wollen Sich muthlos zurückziehen von der Arbeit, und Sich Selbſt und Ihren Pflichten ungetreu werden.
Ich will thun, was mein großer Ahnherr Carl der Fünfte gethan hat, rief die Kaiſerin lebhaft. Ich will meine irdiſche Hoheit ablegen und in Demuth meinem Gotte leben! 4
Und es wird alsdann Ew. Majeſtät ergehen, wie es dem armen bekla⸗ genswerthen Kaiſer Carl erging! Ew. Majeſtät werden die Schwärmerei eines melancholiſchen, phantaſtiſchen Tages mit langer Reue bezahlen müſ⸗ ſen! Oder meinen Sie etwa, der arme Mönch habe es jemals vergeſſen können, daß er einſt der große Kaiſer geweſen, in deſſen Landen die Sonne niemals unterging? Meinen Sie, daß das Beten und Faſten, das Kaſteien und Horaſingen jemals in dem Herzen des Kaiſers die Erinnerungen an ſeine große Vergangenheit ertödten konnte? Daß jemals der ſtolze aiſer ſich in einen demüthigen Mönch verwandelt hätte? Wer einmal gekoſtet hat von dieſem berauſchenden Trank, der da heißt Macht und Ruhm, wer ſo hoch geſtanden, daß er dem Himmel näher geweſen als der Erde, und keine andere Inſtanz und keinen andern Richter über ſich gehabt hat, als Gott allein, der ſteigt nicht ungeſtraft hernieder von ſeiner Höhe. Oben mag ihm geſchwindelt haben, aber unten angelangt im Thal, wird er mit beſtaubten Füßen und blutender Bruſt zuſammen ſinken unter den Menſchen, die ihm fremd ſind mit ihrem Empfinden, ihren Sorgen und ihren Neigungen, und die für ſeine Leiden und ſeine Enttäuſchungen kein Mitgefühl und kein Erbarmen, ſondern nur Hohn und Verachtung haben werden! Oh der Bettler, der auf der Straße dem Vorübergehenden ſeine vom Hunger abgezehrte Hand entgegen ſtreckt und um ein Almoſen fleht, iſt minder beklagenswerth als ein Fürſt, der in dem Ueberdruß einer gelangweilten oder geängſteten Stunde freiwillig herniederſteigt von ſeinem Thron, die Krone von ſeinem Haupte nimmt, um es unter den Staub des Lebens zu beugen, und unter den gewöhnlichen Menſchen ſelber ein gewöhnlicher Menſch zu ſein. Den hungernden Bettler wird Jedermann bedauern, den vom Thron hernie⸗ dergeſtiegenen Fürſten wird Jedermann verſpotten, und er ſelber wird verzehrt werden von unfruchtbarer Reue; ſeine Erinnerungen werden wider ihn aufſtehen, und den Enmeniden gleich, werden—* ihn hinaus⸗
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