Teil eines Werkes 
1. Abtheilung, Kaiser Joseph und Maria Theresia : 1. Band (1857)
Entstehung
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Weheſchrei war das, der eben aus dem Spielzimmer der Kaiſerin zu ihm herüberdrang, weshalb verſtummte die Muſik auf einmal, wes⸗ halb eilten all' dieſe geputzten ſchönen Menſchengeſtalten, wie von Ent⸗ ſetzen getrieben, aus den Sälen?

Wie ſich der König von Rom das noch fragte, ſtürzte einer ſeiner Adjutanten bleich und angſtvoll ihm entgegen. Majeſtät, ich ſuchte Sie! Der Kaiſer

Nun, was iſt's mit dem Kaiſer? Um Gotteswillen, ſprechen Sie!

Der Kaiſer iſt ſehr krank, ein Schlagfluß hat ihn getroffen, wie er eben das Theater verließ.

Joſeph ſagte kein Wort. Er ſtürzte nur vorwärts fort durch die Corridore und Gänge, fort zu den Gemächern des Kaiſers, hinein in das Schlafgemach.

Und da auf dem Bett, dieſe bleiche, regungsloſe Geſtalt, dieſes kalte, empfindungsloſe Etwas, dieſes marmorne Phantom ohne Athem und ohne Blick, das war alles, was von dem Kaiſer Franz von Lothringen noch übrig geblieben!

Der Kaiſer war todt. Ein Schlagfluß hatte ſeinem Leben ein Ende gemacht. Sein Wunſch war erfüllt! Er hattedas ſchöne fürchterliche Tyrol verlaſſen, die Berge bedrückten nicht mehr ſein Haupt und

ſeine Bruſt.