Teil eines Werkes 
1. Abtheilung, Kaiser Joseph und Maria Theresia : 1. Band (1857)
Entstehung
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Echo haſt, und das letzte Stichwort wiederholſt, haſt Dn doch mindeſtens Dich nicht bis zur Unſichtbarkeit abgehärmt.

Vielleicht doch, Sire, ſagte die Dame, vielleicht iſt mein Körper doch nichts weiter als der Sarg meines Herzens, vielleicht iſt mein Herz das arme Echo, welches ſich bis zur Unſichtbark

Oder glauben Ew. Majeſtät nicht an die Sie freilich nie gekannt haben?

Und warum glaubſt Du, daß ich ſie nie gekannt habe, Maske? fragte Joſeph.

Weil Ew. Majeſtät auf der Höhe des Lebens glühend, weil Gott Sie geſegnet hat mit eine erhabenen Seele,

eit abgehärmt hat. Kraft der Schmerzen, die

ſtehen, ſagte ſie

im edlen Herzen, mit einer

weil er Sie dazu berufen und befähigt hat, die Men⸗

ſchen glücklich zu machen, weil Sie Sich dieſes Berufes bewußt ſind. Woran weißt Du das? fragte Joſeph.

Ich ſehe es in Ihren Augen, Sire, flüſterte ſie, in dieſen Augenn

in welche ein Stückchen vom Himmel ſich hernieder geſenkt hat, damit Je dem, der ſie anſchaut, andächtig und glücklich zu Sinne werde, als habe er in den Himmel ſelber geſchaut! Oh Sire, möchte nimmer eine Wolke Ihren Himmel umdüſtern! 3

Ich danke Dir für dieſen frommen Wunſch, Maske, ſagte Joſeph mit einem traurigen Lächeln, aber Du weißt wohl, daß der Himmel kaum zehn Tage im Jahr ganz ohne Wolken iſt! Sprechen wir nicht mehr davon! Hier ſieht ſich das Leben gar heiter an, und wenn Du willſt, geb' ich Dir meinen Arm, und wir ſchauen uns einmal das luſtige Leben an.

Und wenn Ew. Majeſtät erlauben, ſagte ſie mit zitternder Stimme, erzähle ich Ihnen, während wir das luſtige Leben anſchauen, eine traurige Geſchichte.

Und warum eine traurige? 3

Weil ich nur hierher gekommen bin, um Ihnen die Geſchichte zu erzählen, Sire. Weil ich Ew. Majeſtät Gnade und Erbarmen an⸗ flehen, Ihr Mitleid und Ihre Hülfe anrufen möchte durch meine Geſchichte.

Es iſt alſo meinerſeits Hülfe möglich? fragte Joſeph raſch. Von Ihnen allein kann ſie kommen, Sire!