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und Anſchauungen, von denen ich wünſchte, daß ich ſie nicht von den Lippen meines Sohnes vernommen hätte, denn es ſpricht aus ihnen der böſe Geiſt der Neuerung, der Aufklärung und Oppoſition, den die Gottesleugner und Philoſophen jetzt in Mode gebracht haben. Ich muß Ihnen aber ſagen, Herr Sohn, daß ein rechter und echter Fürſt gar nicht ſeine Menſchenrechte und ſeine Fürſtenpflichten ſo ſubtil ſon⸗ dert und auseinanderklaubt, ſondern daß er beide miteinander zu ver⸗ einen ſtrebt, ſich bemüht, als Fürſt auch noch ein treuer Menſch zu bleiben, und als Menſch immer eine echte fürſtliche Geſinnung zu be⸗ wahren. Wenn aber die beiden Dinge, welche Sie Menſchenrechte und Fürſtenpflichten zu nennen belieben, in Colliſion gerathen, ſo ziemt es einem echten Fürſten wohl, ſeinen Pflichten die mindern Rechte ſeines Menſchenthums unterzuordnen.
Aber niemals ſeine perſönliche Ehre! rief Joſeph heftig. Die Fürſtenpflichten ſtehen gar oft im Widerſtreit mit dem, was dem Men⸗ ſchengefühl und der Menſchenehre entſpricht, und wenn Ew. Majeſtät das leugnen wollen, ſo ſagen Sie damit, daß Macchiavelli ein weiſer und edler Rathgeber geweſen, denn Er iſt es, welcher den Fürſten räth, ihr Menſchengefühl ihrer Pflicht als Fürſten unterzuordnen, Er iſt es, der jedes Mittel erlaubt findet, welches die Fürſten fördert, wie ſehr es auch den Rechten der Menſchen widerſtreben mag.
Die Kaiſerin war eben im Begriff, eine heftige und zürnende Antwort zu geben, als die Thür geöffnet ward und van Swieten wieday eintrat.
vey Nun, Swieten, hat Er ſie geſehen? fragte Maria Thereſia ſtürmiſch. Ja, Majeſtät, ſagte van Swieten ernſt, ich habe die Königin von Rom geſehen!
Der beſondere Nachdruck, welchen er auf dieſe Bezeichnung der Minzeſſin legte, machte Joſeph erbleichen und erregte die Aufmerkſam⸗ ke It der Kaiſerin.
N Er will ſagen, daß die Prinzeſſin von Baiern die Gemahlin des Königs von Nom ſein und bleiben darf? fragte Maria Thereſia. Sie lePet alſo nicht an einer fürchterlichen Krankheit?
enhr ganzes Leiden iſt eine Hautkrankheit, die in kurzer Zeit vor⸗ ae drhe wird, ſagte der Arzt. Manche Menſchen ſind ſo glücklich
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