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von Bockenheim herüber gekommen, um ſie zu ge⸗ brauchen und die„Volksverräther“ zu bekämpfen?
Und immer dichter umdrängten die Fragenden die beiden Reiter, immer drohender wurden die Geſichter, immer lauter ſchrieen ſie: wer ſeid Ihr? Wer giebt Euch das Recht uns zu befehlen?
Auf Einmal ſtürzte aus dem dichteſten Volks⸗ haufen ein junges Weib hervor mit todesbleichen Wangen, mit blitzenden Augen. Ihr fragt, wer er iſt? ſchrie ſie, die erhobene Hand gegen den Fürſten aus⸗ ſtreckend. Ich will es Euch ſagen: Es iſt der Fürſt Felir von Lichnowsky!
Marie, murmelte der Fürſt, und er drängte ſein Pferd von ihr zurück, näher zu dem General Auers⸗ wald heran.
Die Menge empfing dieſen Namen mit einem lauten Wuthgeheul. Lichnowsky! brüllte ſie. Er iſt ein Spion! Ein Volksverräther! Er muß ſterben!
Die Gefahr war da! Sie umringte die Reiter von allen Seiten, und jetzt konnte auch Fürſt Lich— nowsky ihre Nähe nicht mehr ableugnen, jetzt über⸗ ſchlich ein leiſes Grauen ſein Herz, und machte ih
erbeben. 22*


