Teil eines Werkes 
4. Abtheilung, Erzherzog Johann als Reichverweser : 3. Band (1863)
Entstehung
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uns den Weg frei gemacht haben. Laſſen Sie uns alſo durch dieſe Nebengaſſen zum Eſchenheimer Thor hinreiten. Ich kenne den Weg ganz genau! Kom⸗ men Sie!

Sie ritten in die Nebengaſſe hinein, aber nur langſam, nur ſchrittweiſe konnten ſie vorwärts kom⸗ men, denn überall waren ſie umwogt von Menſchen⸗ maſſen, die im wilden Durcheinander hierhin und dorthin ſtürmten, und an allen Ecken ſich ſammelten, um Barricaden zu bauen, und ſich hinter denſelben zu verſchanzen.

Der Kampf, ſo ſchien es, war jetzt ſchon in der gan⸗ zen Stadt verbreitet. Von allen Seiten her vernahm man das Donnern der Geſchütze, das Läuten der Sturmglocken, das Heulen und Brüllen des Volkes. Die Beiden ritten ſchweigend weiter dem Eſchen⸗ heimer Thor zu. Der General mit düſterm, trotzigem Angeſicht, als grollte er noch immer darüber, daß Lichnowsky ihn der Furcht beſchuldigt habe, der Fürſt mit keckem Umherſchauen, als wolle er die Gefahr herausfordern, die er mit ſo viel Uebermuth bravirte.

Und die Gefahr ſollte nur allzuſchnell ſeiner Herausforderung folgen! Da draußen vor dem Eſchen⸗

Mühlbach, Erzherzog Johann. 4. Abth. III. 22