Teil eines Werkes 
4. Abtheilung, Erzherzog Johann als Reichverweser : 3. Band (1863)
Entstehung
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thun Sie es. Aber wer nur einen Kopf zu verlieren hat, der bleibt heute daheim.*)

Eh bien, nehmen wir alſo an, daß ich zwei Köpfe habe, denn ich bleibe nicht daheim, rief der Fürſt, in⸗ dem er Herrn von Leiningen freundlich zunickte und ſeinen Weg fortſetzte.

Indeſſen ſchon nach einigen Minuten ſollte ſein Ritt abermals unterbrochen werden. Abermals kam ein Bekannter des Fürſten, ein Herr Becker, die Straße daher, winkte, da er den Fürſten erkannte, ihm lebhaft zu, anzuhalten, und eilte zu ihm hin in die Mitte der Straße.

Was giebt es, lieber Becker, was haben Sie mir zu ſagen? fragte der Fürſt lächelnd.

Durchlaucht, erwiederte der Angeredete ernſt, ich habe Ihnen zu ſagen, daß es von Ihnen eine Toll⸗ kühnheit iſt, ſich heute auf der Straße ſehen zu laſſen, und daß, wenn Ihnen Ihr Leben lieb iſt, Sie ſofort Ihr Pferd umwenden, ſich in Ihre Wohnung zurück begeben und dieſelbe den ganzen Tag nicht wieder verlaſſen.

*) Herrn von Leiningens eigene Worte. Siehe: Pflüger, Enthüllungen über den Proceß Lichnowsky ꝛc. I. S. 19.