Teil eines Werkes 
4. Abtheilung, Erzherzog Johann als Reichverweser : 3. Band (1863)
Entstehung
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ganz unbewaffnet ſein, ſagte er vor ſich hin. Man muß ſich doch auf alle Fälle vorbereiten, und obwohl ich dem Geſindel nicht den Muth zutraue, mich anzu⸗ greifen, ſo will ich doch bereit ſein, mich vertheidigen zu können.

Er nahm aus der Caſſette ein kleines Taſchenpiſtol, unterſuchte die Ladung der beiden Läufe und ſteckte es in ſeinen Buſen. Sodann griff er nach dem dicken ſpaniſchen Rohr, das neben ſeinem Hut gelegen, ſchrob den goldenen Knopf deſſelben ab und zog den in dem Stock befindlichen Stoßdegen hervor.

Die Klinge iſt gut, ſagte er, einige Hiebe durch die Luft ſauſend, ſie wird mir im Nothfall vortreff⸗ liche Dienſte leiſten. Ueberdies habe ich meiner theu⸗ ren Herzogin, als ſie bei meiner Abreiſe nach Frank⸗ furt mir dieſen Stoßdegen übergab, feierlich ſchwören müſſen, niemals ohne denſelben mich unter das Volk zu wagen. Ich werde alſo meinen Schwur halten, ich werde den Stoßdegen mit mir nehmen.

Nun trat er noch einmal zum Spiegel und ſchaute lächelnd hinein, ordnete hier einige ſeiner braunen, glänzenden Locken, die zu beiden Seiten der Stirn unter dem grauen Hut hervorquollen, ſtrich den ſchö⸗ nen ſchwarzen Schnurrbart, deſſen Spitzen in zwei 21

Mühlvach, Erzherzog Johann. 4 Abth. III