Teil eines Werkes 
4. Abtheilung, Erzherzog Johann als Reichverweser : 2. Band (1863)
Entstehung
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morgen den Deckel öffnete, um der theuren Leiche zu ſagen, daß wir jetzt zu ſeiner Tochter, zu ſeinen Ver⸗ wandten kämen, da ſchauderte ich vor der entſetzlichen Entſtellung. Nein, wollet nicht ſchauen, was vergäng⸗ lich iſt. Der Staub kehrt zum Staube zurück, aber der Geiſt, der einſt den Staub beſeelte, er lebt und iſt unter uns in dieſer Stunde.

Ja, er lebt und iſt unter uns in dieſer Stunde, rief Katharina, und neben ihm iſt meine Schweſter, iſt Eure Mutter, die geſtorben iſt in Liebe und Sehn⸗ ſucht nach dem Gemahl. Jetzt ſind ſie wieder ver⸗ einigt im Himmel, wie wir es auf Erden ſind, und unſere Gebete ſteigen zu ihnen empor und werden ſie finden. Auf Eure Kniee nieder, meine Kinder, auf Eure Kniee.

Sie ſchritt mit ihrer Schweſter Guiſeppa zu dem verſchloſſenen Sarge hin und kniete nieder zu Häupten deſſelben, während die beiden Schweſtern Hand in Hand an der einen Seite, Guido ihnen gegenüber auf ihre Kniee niederſanken.

Hört uns, Ihr verklärten Geiſter, rief Katharina mit lauter feierlicher Stimme, hört uns und freut Euch im Himmel, und ſchaut zu uns hernieder mit heiterm und zufriedenem Blick. Das Gebet, welches