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Sie ſcheinen traurig, fragte ſie leiſe.
Ich ſcheine nicht ſo, ſondern ich bin es, ſagte er, indem er raſch ſein Haupt empor richtete. Ich dachte daran, daß wir nun bald am Ziel unſerer Reiſe an⸗ gelangt ſein und daß Sie dann vielleicht mir nicht mehr geſtatten würden, wie ich es jetzt in dieſen drei glücklichen Wochen der Ueberfahrt thun durfte, den ganzen Tag an Ihrer Seite zu ſein.
Sie haben ſich von dem Tage unſerer Reiſe an, ohne mich zu kennen, ohne irgend etwas von mir zu
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wiſſen, der Einſamen, Verlaſſenen freundlich und zuvorkommend angenommen, Sie ſind zu mir wie ein Freund, wie ein Bruder geweſen, und das giebt Ihnen ein Recht auf meine nie endende Dankbarkeit. Ich werde mich daher freuen, Sie auch in Wien zu em⸗ pfangen, ſo lange ich dort bin.
Sie werden alſo nicht dort verweilen? fragte er lebhaft.
Nein, ſagte ſie nach kurzem Schweigen, nein, ich hoffe, daß ich dort nicht lange verweilen werde, ſon⸗ dern daß ich bald in mein geliebtes Vaterland zurück⸗ kehren kann. Ich bin eine I
Und ich ein Pole, ſagte der Herr lächelnd. Selt⸗ ſam genug, daß wir erſt jetzt gewiſſermaßen unſere
Italienerin.


