mich doch nicht von Dir, ich bleibe bei Dir mit mei⸗
nem Geiſt und—
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Ihre Stimme ſtockte, ein Schluchzen kam aus ihrer Bruſt hervor, ſie wandte das Haupt zur Seite, um ihre Thränen zu verbergen.
Katharina hatte Mitleid mit dem Schmerz, dem Seelenkampf des jungen Mädchens, mit der Verzweif⸗
lung, die aus dem bleichen, zuckenden Angeſicht des
jungen Mannes ſprach.
Ich gehe, um die letzten Anordnungen zur Abreiſe mit Deiner Gouvernante zu beſprechen, ſagte ſie. Ich laſſe Euch fünf Minuten Zeit, um von einander Ab⸗ ſchied zu nehmen. Komm, meine Carmela, komm, be⸗ gleite mich.
Die jungen Liebenden ſchauten ſchweigend, athem⸗ los der hohen Geſtalt Katharina's nach, wie ſie ſtolzen Schrittes, das Kind an der Hand führend, der Thür zueilte. Dann, als ſich die Thür hinter ihr geſchloſſen hatte und ſie allein waren mit Gott und ihrer Liebe,
flogen ſie auf einander zu, um ſich zu umſchlingen, um in einer Minute des ſeligen Glückes ſich zu ent⸗ ſchädigen für die Trennung und den Schmerz langer kommender Jahre.
Und wirſt Du mich nicht vergeſſen, Felicia? Wird


