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Katharina Cibbini trat an das Clavier und be⸗ gann mit vollendeter Meiſterſchaft zu ſpielen. Anfangs ſpielte ſie in langſamen, gehaltenen Accorden einen einfachen Choral, dann begann ſie dieſen künſtlich zu fugiren, nahm dann wieder den einfachen Choralſatz auf und ging von dieſem über in eine Trauerphan⸗ taſie, durch deren düſtere Klagetöne immer wieder ein⸗ zelne Accorde des Chorals, gleich Sonnenſtrahlen durch
düſtere Gewitterſtürme hervorleuchteten.
Während dem las Ferdinand weinend, zitternd vor Aufregung das politiſche Teſtament ſeines Vaters. Auf einmal ſtieß er einen Schrei aus und ſprang haſtig von ſeinem Sitz empor.
Jeſus Maria, rief er entſetzt, das iſt nit möglich, das kann ich nit thun!
Katharina ließ ihr Clavierſpiel verſtummen und eilte zu dem Kaiſer hin, der in ſeiner tiefen Erregung jede Zurückhaltung vergeſſend, ihr mit zitternder Hand das Papier entgegenſtreckte.
Denken's nur, ſtammelte er, denken's nur das Unglück, der Kaiſer, mein Herr Vater, befiehlt mir, den Fürſten Metternich als meinen beſten Freund zu betrachten, bei allen Dingen ſeinen Rath einzuholen, nichts zu unternehmen ohne ſeinen Beiſtand, und ihm
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