Teil eines Werkes 
4. Abtheilung, Erzherzog Johann als Reichverweser : 1. Band (1863)
Entstehung
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wäre ſein albernes Buch nicht erſchienen, und er hätte ſich und ſeine Complicen nicht darſtellen können als die Märtyrer des Rechts und der Gerechtigkeit.*) Aber was iſt's mit dem Herrn Munari? Von dem kön⸗ nen's wenigſtens nit behaupten, daß er allf bloßen Verdacht hin verurtheilt worden. Er war überführt und geſtändig dem Carbonaribunde angehört zu haben, und er leugnete es nicht, ſondern er rühmte ſich ſogar, einem ſeiner Complicen, der gefänglich eingezogen war, zu ſeiner Flucht behülflich geweſen zu ſein. Das Re⸗ volutions⸗Tribunal in Mailand verurtheilte ihn des⸗ halb zum Strange, und ich meine, es war eine über⸗ triebene Milde von mir, daß ich ſogar dieſen über⸗ führten Verbrecher nicht aufhängen ließ, ſondern ihn zu zwanzig Jahren ſchwerem Kerker begnadigte. Gewiß, es war eine große Gnade von Ew. Maje⸗

ſtät, ſagte Metternich, leiſe ſein Haupt wiegend.

*) Silvio Pellico wurde bekanntlich auf den Verdacht hin, zum Carbonaribunde zu gehören, zum Tode verurtheilt und vom Kaiſer Franz zu funfzehnjährigem Kerker begnadigt. Er ſaß an⸗ fangs in den Bleikammern von Venedig und ward dann nach dem Spielberg gebracht, wo er bis zum Ende ſeiner Straßzeit verblieb. Im Jahre 1830 erlangte er endlich ſeine Freiheit wie⸗

der und begab ſich nach Turin. Dort ſchrieb er ſein berühmtes

Buch:Le mie prigioni, das 1833 in Paris Italieniſch und

zugleich in Leipzig in deutſcher Ueberſetzung erſchien.