Teil eines Werkes 
4. Abtheilung, Erzherzog Johann als Reichverweser : 1. Band (1863)
Entstehung
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der Anſchuldigungen Silvio Pellico's und das glän⸗ zendſte Zeugniß von der gnadenvollen Güte und väter⸗ lichen Milde Eurer Majeſtät

Nein, rief der Kaiſer heftig, es wäre nur ein de⸗ müthigendes und erbärmliches Zeugniß meiner Schwäche und Feigheit. Es würd' beweiſen, daß das alberne und langweilige Buch des Herrn Pellico mich in's Bockshorn gejagt hätte, und daß ich zerknirſcht ein pater peccavi betete, um nur nit eine zweite Auf⸗ lage derPrigioni zu erleben. Aber ich will's der Welt, ich will's vor allen Dingen den aufrühreriſchen Italienern beweiſen und zeigen, daß ſolch' jammervoll Geſchreibſel auf mich halt gar keinen Einfluß hat, und daß ich mich nit rühren laß' von dergleichen wei⸗ biſchen Klageliedern und Lamenti. Wer geſündigt hat, muß ſeine Straf! erleiden, ganz und unnachſichtlich, und ich bin nit der Mann, welcher den Verbrechern ihre Strafzeit verkürzen und Gnade für Recht er⸗ gehen laſſen möcht'. Laſſen's Sich das ein für alle Male geſagt ſein, Metternich, ich ſchenk' den Ge⸗ fangenen auf dem Spielberg und in den Bleikammern auch nit einen einzigen Tag ihrer Strafzeit, und wüßt' ich, daß ich durch dieſen einzigen Tag mir ihre Treue, ihre Anhänglichkeit und Dankbarkeit auf immer er⸗