ſich frei zu machen von meiner Oberherrſchaft und Gewalt. Wiſſen Sie, Herr Neichskanzler, daß dies die Grundſätze und Ideen der Carbonari ſind, und daß dieſen Grundſätzen folgend, ſie immer neue Ver⸗ ſchwörungen und Revolten in meinen italieniſchen Provinzen angezettelt haben?
Ich weiß, Majeſtät, aber ich weiß auch, daß jetzt ſeit mehreren Jahren kein neuer ähnlicher Verſuch des Aufruhrs in der Lombardei und in Venedig vorge kommen iſt, daß die beiden Provinzen Eurer Majeſtät ſich jetzt vollkommener Ruhe und eines ungeſtörten Friedens erfreuen.
Das macht, wir halten ſie darnieder mit einer Hand von Eiſen, ſagte der Kaiſer ingrimmig. Wir ſtopfen ihnen die gottesläſterlichen Mäuler mit unſern Knebeln, wir bändigen ihre Hände mit unſern Daumſchrauben, wir bauen vor ihren Augen ſoviel Galgen und Schaffotte auf, daß ſie dieſelben nicht zu erheben wagen, ſondern es vorziehen, ſchweigend mit geſenkten Blicken dahin zu gehen. Wir brauchen nit bloß eine Armee von Soldaten, ſondern auch eine Armee von Poliziſten, um die Ruhe und den Frieden
bei unſern vielgeliebten italieniſchen Unterthanen auf⸗
recht zu erhalten, wie müſſen wöchentlich Millionen baarer


