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ſie im Stande, mich auch nur einen Moment ſtille ſtehen zu machen auf dem Wege, den ich mir vorge⸗ zeichnet, und den ich dahin gehe mit dem muthigen Vertrauen eines Mannes, der unbeirrt nur ſeiner Ueberzeugung und der beſchworenen Treue gegen ſei⸗ nen Herrn und Kaiſer folgt. Ich wage Ew Maje⸗ ſtät an die fünf und zwanzig Jahre treuer Pflicht⸗ erfüllung zu erinnern, die ich im Dienſte Ew. Maje⸗ ſtät verlebt habe, und im Hinblick auf dieſe Jaͤhre erflehe ich mir ſchon im Voraus Vergebung für die Bitte, die ich mir erlauben will, meinem Herrn und Kaiſer vorzutragen!
Das heißt, ſagte der Kaiſer mit düſterer Stirn und einem raſchen Aufleuchten ſeiner Augen, das heißt, Sie wollen wieder einmal verſuchen, für irgend einen politiſchen Verbrecher meine Gnade zu erflehen?
Ja, Majeſtät, ja, Gnade will ich erflehen, nicht für Einen Verbrecher allein, obwohl mir dieſer die nächſte Veranlaſſung dazu giebt, ſondern Gnade für Viele. Gnade für Diejenigen, welche ſeit zehn Jahren vielleicht die Fehler und Irrthümer ihrer Jugend abgebüßt haben und zur Reue und zum zer— knirſchten Bewußtſein ihrer Schuld gekommen ſind. Gnade, Majeſtät, für die unglücklichen Gefangenen


