Teil eines Werkes 
4. Abtheilung, Erzherzog Johann als Reichverweser : 1. Band (1863)
Entstehung
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Schranken einzuſchließen; zuletzt endlich ſollte die wahre Herrſchaft nicht länger in dem Staatsoberhaupt concentrirt bleiben, ſondern die Staatsgewalt in die Omnipotenz der ſtändiſchen Kammern verpflanzt werden.*)

Ja, rief der Kaiſer mit grimmigem Antlitz, ja, das iſt's, was dieſes gottverfluchte Geſindel begehrt und bezweckt. Wollen Recht, Ordnung und Geſetz zu Schanden machen, wollen ſich die Herrſchaft anmaßen, anſtatt zu gehorſamen, herrſchen. Aber ich will ſie unter meine Füße treten, die Teufelsbrut, ich will ſie zermalmen und in Staub zermürbeln, dieſe aus dem Höllenpfuhl hervorgeſtiegene Rotte, die ihr ehrloſes Haupt gegen ihre angeſtammten Herrſcher von Gottes Gnaden zu erheben wagt. Ach, ich wollt', ich könnt' ſie Alle auf einmal faſſen in dieſen meinen Händen, und könnt' ihnen mit einem einzigen Hieb all' ihre Häupter vom Rumpfe abhauen, ich thät's und wären's ihrer tauſend Köpfe auf Einmal, und ich würd' mich halt nit für einen grauſamen Mörder halten, ſondern für den Retter der Geſellſchaft und der Ordnung, und würd' Gott danken, daß er mir ſo ein heiliges Werk

*) Metternich's eigene Worte auf den Wiener Conferenzen. Siehe: Welker's Urkunden, S. 372.