könnten, ich wär' wirklich Eure Braut. Ihr ſollt daher auf der Stell' fortgehen, ich will's, ich befehl's Euch. Bin hierher gekommen, um allein zu ſein, um mir hier die Lieder zu probiren, die ich morgen dem Herrn Erzherzog Johann ſingen ſoll. Ich will keine Zuhörer dabei haben, alſo geht fort, Herr Thomas Voregger.
Aber, Annerle—
Ich bin für Euch jetzt nit mehr Annerle, laßt Euch das geſagt ſein, Herr Thomas Voregger, ich bin die Jungfer Plochl, merkt Euch das und laßt mich jetzt allein.
Nein, Annerl, rief er verzweiflungsvoll, nein, ich kann Euch nimmer laſſen und aufgeben. Ich kann nit ſo ganz ohne Troſt und Hoffnung von hinnen gehen. Sagt wenigſtens, daß ich warten ſoll, daß Ihr mich nur jetzt noch nit wollt, daß—
Ihr wollt alſo nit gehen? rief ſie außer ſich. Ihr wollt mich nit allein laſſen? Ihr beſteht darauf, daß Ihr hier bleiben wollt? Nun gut, Herr Thomas Voregger, ſo bleibt hier! Ich aber geh' und ich denk', Ihr werdet mir nit folgen!
Herr Gott, Annerle, bleib! Ich geh' ja ſchon!
Mühlbach, Erzherzog Johann. II. 2


