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Willkür, unheilbarer Zerrüttung des Rechtes und Wohlſtandes werden uns nicht mehr bedrohen, die liberalen Schreier werden verſtummen und wir Beide werden es ſein, welche die Revolution erſtickt, die Ruhe geſichert haben!
Ja, rief Gentz, die Gefahr iſt beſeitigt, Gott gebe, daß es auf lange Zeit ſei!
Auf lange Zeit, das hoffe ich; auf immer, das glaube ich nicht, ſagte der Fürſt gedankenvoll. Wir ſind doch nur geſchickte Piloten, die alle Geſchicklichkeit aufbieten müſſen, um unſer Schiff durch den Sturm hindurch zu laviren. Ob das für immer iſt, ob es nicht doch zuletzt an einer Klippe ſcheitern wird?
Zuletzt gewiß, erwiederte Gentz ernſt, aber ſo lange wir Beide leben, nicht. Sie und mich hält unſer Syſtem noch aus. Wenn wir Beide die Hand von ihm ziehen, dann freilich wird die Weltgeſchichte ihren Lauf gehen und unſer Syſtem des Stillſtands und der gezwungenen Ruhe unter den rollenden Wogen der vorwärtsſtrömenden Zeit begraben.*) Aber was geht's uns an, was ſein wird, wenn wir nicht mehr da ſind?
*) Gentz's eigene Worte.
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