Teil eines Werkes 
3. Abtheilung, Erzherzog Johann und der Herzog von Reichstadt : 1. Band (1862)
Entstehung
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nicht einſt entgelten laſſen, was der Miniſter Oeſter⸗ reichs heute verſchuldet. Oh, mein Kaiſer, mein Herr, mein Bruder, auf meinen Knieen beſchwöre ich Sie: gehen Sie nicht weiter. Laſſen Sie von Metternich ſich nicht weiter leiten, denn er führt Sie, er führt Oeſterreich, er führt Deutſchland in's Verderben! Seien Sie ſelbſt wieder der Herr, der Kaiſer, Sie allein! Und als Herr und Kaiſer ſprechen Sie ein großes, ein kaiſerliches Wort! Gehen Sie freiwillig allen Fürſten als edles, erhabenes Beiſpiel voran. Bekämpfen Sie die Revolution, welche ſchon im Be⸗ griff iſt, in Italien, in Böhmen, in Ungarn ihr Haupt zu erheben, bekämpfen Sie ſie nicht, indem Sie zu den Gewaltmitteln der Reaction Ihre Zuflucht neh⸗ men, ſondern indem Sie das Licht der Wahrheit, der Freiheit, des Rechts über Oeſterreich aufgehen laſſen. Majeſtät, um dieſes Licht flehen Ihre Völker! Er⸗ hören Sie ſie! Geben Sie ihnen freiwillig, was Sie einſt vielleicht gezwungen thun müſſen: geben Sie Ihren Völkern eine Conſtitution!

Und indem der Erzherzog mit leuchtendem Ange⸗ ſicht, mit begeiſterten Blicken ſo ſprach, beugte er vor dem Kaiſer ſeine Kniee und hob ſeine gefalteten Hände flehend zu ihm empor.

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