Teil eines Werkes 
3. Abtheilung, Erzherzog Johann und der Herzog von Reichstadt : 1. Band (1862)
Entstehung
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weil er ſich einbildet, der gute Geiſt Oeſterreichs zu ſein. Majeſtät, ich beſchwöre Sie, beherzigen Sie meine Worte wohl, denn es iſt die deutſche Nation, welche heute zu Ihnen ſpricht durch meinen Mund. Wenn Sie ſie heute verachten, ſo wird ſie eines Tages mit den grollenden Rachedonnern der Revolution zu dem Beherrſcher Oeſterreichs ſprechen, und dann wird ſie ihn zwingen, ihr zuzuhören und ihren Willen zu erfüllen. Gott allein weiß es, ob es mir jemals wieder geſtattet ſein wird, ſo offen und rückhaltlos zu Ew. Majeſtät zu ſprechen, ob der Zorn meines Kaiſers mich nicht zu ewigem Schweigen verurtheilen wird. Aber ſagen will ich, was im Namen Oeſterreichs, im Namen Deutſchlands geſagt werden muß: Metternich iſt der Feind der Freiheit, der Ordnung und des Rechts, Metternich will die Fürſten wortbrüchig machen, Metternich will den Völkern ihre wohlerworbenen Rechte vorenthalten, Metternich iſt die verkörperte Reaction, welche die Revolution gebiert, indem ſie die Ruhe bezweckt.

Ein Zucken flog über das Antlitz des Kaiſers hin, aber er zwang es wieder zur Ruhe, und nur ſeine Hände zogen ſich krampfhaft zuſammen wie zu einer drohenden Fauſt. Sie klagen an, Herr Erzherzog,