und Sturm! Es iſt mein Mädel, mein herzlieb Mädel! Oh, Du mein Herzensfreud', wie haſt Du's thun können, wie war's nur möglich in der fürchter⸗ lichen Nacht? Kein Mann hätt's wagen mögen!
Aber ich wagt's, Vater, denn ich bin Dein Kind, und ich lieb' Dich!
Du liebſt mich, und ich dank Gott, rief er, ſie zärtlich und angſtvoll an ſich preſſend, dank' Gott, daß er Dich errettet hat, und——
Seine Stimme brach und erſtickte in Thränen, und er wehrte ihnen nicht. Er weinte laut und bitterlich, und Eliſe weinte mit ihm, und Beide wußten ſie's nicht, ob ſie vor Freude, ob ſie vor Schmerz weinten.
Aber Eliſe war's, die ſich zuerſt ermannte. Vater, ſagte ſie, ſich raſch von ſeiner Bruſt emporrichtend, der Feind iſt Dir auf der Spur, und morgen in der Frühe wollen die Franzoſen den Berg hier beſetzen, um Dich einzufangen. Darum bin ich heraufgekom⸗ men, denn Du mußt fliehen, gleich jetzt in dieſer Stunde.
Fliehen, rief er ſchmerzlich. Wie kann ich's? Der erſte baieriſche oder franzöſiſche Grenzwächter, dem ich begegne, und der mich nach einem Paß fragt, nimmt
mich gefangen. Ich hab' ja keinen Paß!
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