Teil eines Werkes 
2. Abtheilung, Erzherzog Johann und Metternich : 2. Band (1860)
Entstehung
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die feindlichen Soldaten am meiſten fahndeten, den ſie in allen Thälern, und auf allen Höhen ſuchten, um deſſentwillen ſie die Hütten ſeiner Freunde durchſuchten, und dieſe Freunde hohen Geldbußen und Martern unter— zogen, weil ſie den geliebten Commandanten nicht ver⸗ rathen wollten, Joſeph Speckbacher war und blieb

verſchwunden, eben ſo Pater Haspinger*) und Anton

Wallner.

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*) Speckbacher hatte ſich lange unter unſäglichen Gefahren in den Bergen umher getrieben, immer gefolgt von den Feinden, im⸗ mer durch Kühnheit und Liſt ihnen entfliehend. Zuletzt war er Wochen lang in der furchtbarſten Kälte in einer Sennhütte ge— weſen. Da fanden ihn eines Tages zwei Freunde, die ihm Nah⸗ rung bringen wollten, mit erfrornen Gliedern, halb ſchon erſtarrt von der Kälte, am Boden liegen. Sie trugen ihn daher in der Nacht auf einſamen Seitenwegen zwei Stunden weit hinab nach ſeinem Hauſe am Rinn und legten ihn dort in dem unweit vom Hauſe befindlichen Stallgebäude nieder, und entfernten ſich dann eilig. Morgens früh kam Speckbachers getreuer Knecht Zoppel in den Stall und fand dort ſeinen todesmatten, kranken Herrn. Er grub nun in dem Stall eine Gruft, legte ſie mit Stroh aus, bettete darin Speckbacher, überdeckte die Gruft mit Brettern, und warf auf dieſe Dünger und Stroh, nur ein Luftloch für den lebendig Begrabenen übrig laſſend. Sehr oft kamen baieriſche Patrouillen und Soldaten, die in Speckbacher's Haus ihr Stand quartier genommen, und viſitirten nebſt den andern Gebäuden auch den Stall, ohne der Verſteck zu finden. Sechs Wochen lag Speckbacher in dieſem Grabe, ohne daß Zoppel auch nur ſeinem Weibe den Aufenthalt ihres Mannes vertraut hätte, aus Furcht,