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gann, während er durch das Thor in die Stadt ein⸗ ſchritt, mit halblauter Stimme ein Paternoſter zu beten.
In der Stadt war indeſſen ſchon Alles in Be⸗ wegung, die Glocken hatten ſchon ihr feierliches Ge⸗ läute begonnen, und alle Andächtigen, und man muß ſagen, daß die ganze Stadt zu denſelben gehörte, ſtrömten dem Dome zu. Auf einmal thaten die Pforten des Domes ſich weit auf, und unter dem goldgeſtickten Baldachin, den vier Prieſter daher trugen, erſchien auch der fromme Biſchof, hoch in ſeiner Rechten das goldene Käſtchen tragend, welches die Reliquien des heiligen Caſſianus enthielt. Hinter dem Biſchof folgten die Prieſter, brennende Wachsfackeln tragend, und mit lauter Stimme fromme Lieder ſingend. Dann kam die Schaar der Chorknaben mit den dampfenden Weih⸗ keſſeln, und ihnen ſchloſſen ſich die Gläubigen an mit Fackeln in den Händen, und die frommen Lieder nach⸗ ſingend, welche die Prieſter angeſtimmt hatten. Mit jedem Schritt, den die Proceſſion vorwärts that, mehrte ſich der Zug, bald hatte die ganze Bevölkerung der Stadt, und alle die hunderte frommer Landleute ſich ihr angeſchloſſen, die von nah und fern zur hei— ligen Feier nach Brixen gewallfahrtet waren.
Auch der Kapuzinerpater Haspinger war unter den 4*


