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Einen Moment an Roſchmann zu zweifeln. Seine Tochter Camilla bürgt für ihn. Sie iſt die Freundin und Vertraute der edelſten Tyrolerinnen, und da ſie bei ihrem Vater iſt, ſo dürfen wir ohne Rückhalt ihm vertrauen. Hier, meine Hand, Roſchmann, ich glaube an Sie und vertraue Ihnen. Sie ſollen Theil haben an unſern Plänen, und mit uns arbeiten an dem hei— ligen Werk der Befreiung Tyrols. Und jetzt gehen Sie zu Camilla, und ſagen Sie ihr, daß ich noch heute zu ihr kommen werde!—
Er wird zu ihr kommen, flüſterte Roſchmann, als er ſeinen Wagen beſtiegen hatte, und ſich behaglich in die weichen Polſter zurücklehnte. Ja, der Herr Erz— herzog wird zu Camilla kommen, und meine Pläne werden gelingen. Camilla wird nicht ahnen, daß ſie mein Werkzeug iſt, und daß ſie für mich handelt und ſpionirt. Ich bin mit mir zufrieden, meine Netze ſind ſo fein ausgeſponnen, daß Niemand ſie bemerkt. Der gute Erzherzog wird darin ſtecken, ehe er es ahnt, und Metternich und Hudeliſt werden mit mir zufrieden ſein. Ach, welch ein gutes Ding iſt es doch um die Begeiſte— rung der Menſchen, und wie leicht kann man daraus eine Schlinge machen, in der man ſie fängt. Ich 22


