Recht angemaßt, im Namen Tyrols zu dem Herrn Erzherzog zu reden? Sie—
Ruhig, meine Freunde, ruhig, ſagte Johann begü⸗ tigend. Keinen Streit und Unfrieden jetzt, wo feſtes Aneinanderhalten und Einigkeit ſo nothwendig iſt. Hor⸗ mayr, Sie haben Recht, wir dürfen nur beſonnen und ruhig vorwärts gehen, aber Ihnen, Roſchmann, gebe ich mein Wort, und Sie mögen es den Tyrolern wie derholen: ich werde eingedenk bleiben meines Schwurs, ich werde Tyrol beiſtehen ſich frei zu machen von dem Joch der Tyrannei, ich werde nicht eher nachlaſſen mit Vorſtellungen und Bitten, als bis der Kaiſer mich berechtigt, mit einer kleinen Armee nach Tyrol zu gehen, den Feind zu verjagen, und im Namen Oeſter reichs Beſitz zu ergreifen von der treuen geliebten Grafſchaft Tyrol.
Und wenn der Kaiſer Ew. Hoheit nicht zu dieſem Schritt berechtigt? fragte Roſchmann. Was dann? Will Ew. Hoheit dann den Jammerſchrei Tyrols nicht hören? Nicht des treuen Volkes ſich erbarmen, das ihn mit begeiſterter Liebe zu ſich ruft?
Warten wir es ab, ſagte Johann mit einem leiſen Lächeln. Bereiten wir Alles ſo vor, als ob der Kaiſer mich ſchon ermächtigt hätte, Tyrol zu ſeiner Erhebung


