Teil eines Werkes 
1. Abtheilung, Andreas Hofer : 1. Band (1859)
Entstehung
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Du willſt zu ihm hin, zum Erzherzog Johann? fragte er langſam. Du willſt ihn warnen? Das heißt, Du willſt die Mörderin Deines Vaters werden?

Sie ſchreckte zuſammen, und ſchaute mit ent⸗ ſetzten Blicken zu ihm empor.

Ja, die Mörderin Deines Vaters, wiederholte er. 39 Ein Wort, eine Warnung von Dir, und es iſt um mein Leben geſchehen. Wir haben geſchworen, daß derjenige, welcher die Geheimniſſe unſers Bundes verrieth, welcher auch nur ein Wort derſelben Andern mittheilte, des Todes ſterben ſollte, daß kein Er⸗ barmen geübt werden dürfte, daß Jeder verpflichtet ſei, um der Sache willen, der wir dienen, den Ver⸗ räther zu tödten. Gehe alſo hin, warne den Erz⸗ herzog Johann, ſage ihm, daß Dein Vater ein faux frère in dem Bunde, ein Verräther iſt, und Hor⸗ mayr wird noch dieſe Nacht Hände finden, welche

mich ermorden, ſei's auf der Straße, oder in meinem Bett!

Entſetzlich! ſchrie Camilla verzweiflungsvoll. Ach

5 Gott, Gott, habe Erbarmen mit mir! Sende mir

6 den Tod, daß er mich befreie von dieſer Qual! Habe

1 Erbarmen und erleuchte mein Herz, daß es erkennen

mag, was ich thun ſoll.