Teil eines Werkes 
2. Theil (1828)
Entstehung
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haben, als er jetzt ſprach: Moͤchte den beiden Gluͤck⸗

lichen Alles das in Erfuͤllung gehen, was die ſuͤße

Trunkenheit der Blicke ſich gegenſeitig verſprach und

zuſicherte. Moͤchte nicht in die ſchoͤnſte Bluͤthe ihres

Lebens ein Mehlthau fallen, der, wenn er auch ſol⸗

ches nicht ganz ertoͤdtet, ihm doch wenigſtens denje⸗

nigen Glanz benimmt, von dem ſie heute gewis

glauben, daß er ihre Jugend uͤberdauern und ihnen

noch die ſpaͤterhin ſich immer mehr verdunkelnde

Bahn zum Grabe mit himmliſchem Lichte erleuchten

muͤſſe. Ach, wie viele nicht minder koͤſtliche Mor⸗

genroͤthen ſind dem Menſchen in ſolchen Verhaͤltniſ⸗

ſen ſchon aufgegangen, die ſtatt die verheißene Sonne

heraufzufuͤhren, immer tiefer in die Nacht zuruͤck⸗

ſinken! Nur leiſe ſchien bei dieſem Worte des Grafen

Blick das Geſicht der Graͤfin beruͤhren zu wollen.

Aber er traf auch den ihrigen. Dieſelbe Thraͤne

ſchien aus ihrer Wimper zu zittern, welche er im

eigenen Augenliede fuͤhlte. Die Seelen beider blitzten

zugleich aus ihren Augen, die Haͤnde erfaßten ſich

und Hudſon trat zwiſchen ſie, hielt ihre vereinten

Haͤnde zuſammen und ſprach: Der Herr ſegne und

behuͤte euch und gebe euch Frieden!