Teil eines Werkes 
2. Theil (1828)
Entstehung
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bewirkt werde, diesmal wider alle Gewohnheit vom Gemuͤthe aus, geheilt worden zu ſeyn ſcheine. Kaum hatte nemlich die Kranke vernommen, daß der Amerikaner von Langenhof angelangt ſey, ſo uͤberwog ihre Sehnſucht, ihn zu ſprechen, die der zeitherigen Erfahrung nach nur allzu gegruͤndete Be⸗ ſorgnis der Verſtaͤrkung ihres Schmerzes dadurch. Ganz im Gegentheile aber dienten ſeine Mittheilun⸗ gen ihr dasmal zu einer dem gewoͤhnlichen Gange des Uebels zu Folge gar nicht zu hoffen geweſenen baldigen Geneſung. Louiſe verſicherte den Grafen, daß ſie ihre Freundin nie in ſolch einer Fuͤlle des Wohlſeyns an Geiſt und Koͤrper gefunden habe und die Erſcheinung der Baroneſſe, welche ſeine Stimme im Vorſaale vernehmend, ſo eben herauseilte, be⸗ ſtätigte Alles, was das Fraͤulein hiervon geruͤhmt

hatte. Eine ſchoͤne geiſtige Trunkenheit verbreitete

den hinreißendſten Zauber uͤber die Dame, welche

vielleicht in ihrer hoͤchſten Jugendbluͤthe nicht ſo ge⸗

glaͤnzt hatte.

Offenbar war ihr durch die Mittheilung des Ame⸗ rikaners, die Zukunft bereits aufgeſchloſſen worden, welche ihr der Graͤfin von Altenberg Entſagung, bereiten ſollte.