199 gluͤckliche zu kämpfen hatte, die Zuhoͤrerin hef⸗ tig erſchuͤtterte.
„Daruͤber,“ ſo fuhr die Majorin endlich mit ſchwacher Stimme fort:„daruͤber war der Abend hereingebrochen. Ich wußte nicht, was aus meiner Tante werden ſollte, die keinen Schritt weiter konnte. Da entdeckte ich mit⸗ ten aus dem Schnee heraus den matten Schim⸗ mer eines Lichtes. Das mußte eine im Schnee ganz vergrabene Huͤtte ſeyn.
Beka‚nntlich war Lebensgefahr dabei, ſich einer ſolchen Huͤtte zu nahen. Allein das Wort Gefahr war mir ein leerer Laut, wie das Wort Leben, ſeit⸗ dem der Tod meinen Sohn geraubt hatte. Icheilte nach der Huͤtte. Keins von den Leuten darin, ſechs an der Zahl, halb Maͤnner, halb Frauen, keins ver⸗ ſtand mich. Keines wollte mir wohl. Das ſagten die feindlichen Mienen, welche in meinen Blicken wurzelten. Aber mein unendlicher Schmerz fand zuletzt doch, ſelbſt durch ihren Widerwillen gegen die Bedraͤnger ihres Landes hindurch, einen Weg zu ihrem Herzen. Ich deutete mit der Hand hinaus und eine Frau und ein Mann wurden meine Begleiter zu der Generalin, wel⸗ che bereits in voͤllige Ohnmacht verfallen war.
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