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Welcher? : drei Geschichten verwandten Inhalts / von Friedrich Laun
Entstehung
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195 mich um ſo tiefer. Sie quaͤlte mich zwiefach, da ich ſie einer Abnahme ſeiner Liebe zuſchrieb.

Es entſtand der erſte Unfriede zwiſchen uns, der den Tag uͤb rlebte, ja ſich bis üͤber die dritte Nacht heruͤberzog. Nun aber vermochte ich den Zuſtand nicht laͤnger zu ertragen. Ich aͤußerte gegen meinen Gemahl, daß ich mich gern fuͤ⸗ gen werde in ſeinen Willen; das aber eben griff ſeinen Widerſtand weit heftiger an, als mein Trotz. Zum Ungluͤck erſchien die Tante grade in dieſem Augenblicke. Sie hoͤrte, wovon die Rede war. Sie ſchalt freundlich meinen Gat⸗ ten, daß er mir meine Freude ſo habe verderben wollen, und nun ward alles feſt beſchloſſen: ich nahm mit meinem fuͤnfjaͤhrigen Max Antheil an dem Zuge im Wagen der Generalin.

Wie gar manchmal haben wir, die Tante und ich, ſchon auf dem Einmarſche, wo doch alles ſcheinbar gut fuͤr das franzoͤſiſch⸗deutſche Heer von ſtatten ging, an meines Reinberg Warnung gedacht, und uns zuruͤckgewuͤnſcht in das Vaterland! War es doch grade, als ob unſere Maͤnner hunderttauſend Meilen von uns geweſen waͤren, ſo wenig konnten wir ihrer Ge⸗ ſellſchaft genießen! Mit dem Gedanken an

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