193 Auf Paulinens Geſichte glaͤnzte bereits die Ueberzeugung vom Gegentheile. Aber Frau von Reinberg ließ dieſe nicht zum Worte kommen. „Der Schein,“ fuhr ſie fort: nſpielt eine zu große Rolle in der Welt, als daß ich nicht um mein ſelbſt willen wuͤnſchen ſollte, Ihnen wenig⸗ ſtens den Theil meiner Geſchichte zu geben, der ſich auf meiner Reiſe in ihr Land, auf dieſe hoͤchſt ungluͤckliche Reiſe, mit bezieht. Sie wiſ⸗ ſen bereits, daß mein Gatte Major in** ſchen Dienſten iſt. In den beiden letzten Drittheilen unſerer ſechsjaͤhrigen Ehe habe ich ihn gleichſam nur auf den Raub geſehen.⸗ Kriege und darauf Bezug nehmender Wechſel der Standquartiere war die Urſache. Zum Gluͤck beſaß ich einen Sohn von ihm!“
Hier hielt die Majorin tieferſeufzend inne. Erſt nach einer ziemlich großen Pauſe war ſie wieder ſo weit geſammelt, um alſo fortfahren zu koͤnnen.„Dieſer Sohn, das ganze Ebenbild ſeines Vaters, war naͤchſt den Briefen meines Gatten der einzige Troſt in meiner Einſamkeit, die ich faſt niemals verließ, weil alle Zer⸗ ſtreuug, in der ich meinen Gemahl entbehrte,
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