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Welcher? : drei Geschichten verwandten Inhalts / von Friedrich Laun
Entstehung
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29 naͤmlichen Tage warf ich mich in den Wagen, um, wo moͤglich, von der druͤckenden Luft der Reſidenz auf meinem Gute Athem zu holen. Die Jahreszeit paßte ſchlecht fuͤr meine Umſtaͤnde. Die hingewelkte, kalte Natur kuͤhlte meine tiefe Wunde nicht, mochte ich auch die Fluren zu Pferde durchſtuͤrmen, oder den ſtillen Fußwan⸗ derer machen. Die Gutsnachbarn vermehrten meine Qual mit Beſuchen und trieben mich ſo nach ſechs Wochen zuruͤck in die Reſidenz. Hier erfuhr ich nun den Schmerz, worein ein Unwuͤr⸗ diger Ihr Gemuͤth verſenkt hatte. Zugleich ver⸗ nahm ich von den mannichfachen, fruchtloſen Be⸗ werbungen um Ihre freigewordene Hand und Ihrer beſtimmten Erklaͤrung, ehelos zu bleiben.

Wenn da mein Herz ſogleich auf ein Gluͤck durch Ihre Perſon Verzicht leiſtete, ſo geſchah es wirklich nicht aus Stolz, wie Sie ſagen. Eben ſo wenig konnte dieſer es ſeyn, was mich be⸗ ſtimmte, Ihnen, wo moͤglich, den Winter durch Blumen freundlicher zu machen. Vielmehr fuͤhlte ich mein Unvermoͤgen, nach ſolch einer Liebe, wie die Ihrige zu dem Undankbaren, Ihren Wünſchen Erſatz zu gewaͤhren. Und das fuͤhle ich bis dieſen Augenblick. Verzeihen