25 fing, weshalb ihr ſeine Verzeihung noͤthig wor⸗ den. Das Verbot der Annahme der Blumen im vorigen Winter, deſſen ſie nun gedachte, ſagte ihm ſogleich, was ſie wiſſe und meine Unwilkuͤhrlich trat ſein tiefer Schmerz uͤber dieſe Entdeckung auf ſein Geſicht. Umſonſt ſuchte die geheime Raͤthin alles hervor, ihn von der Seltſamkeit, ſich alſo verborgen zu halten, von der uͤberaus freundlichen Aufnahme, welche ſeine Blumen bei Caͤcilien gefunden, von dem Be⸗ dauern, das, ſeiner langen Zuruͤckgezogenheit halber, ihre Tochter mehrmals geaͤuſſert, zu uͤberzeugen.
Der ſchmerzliche Zug in ſeinem blaſſen Ge⸗ ſichte vertiefte ſich bei ihren Reden eher mehr, als daß er haͤtte daraus verſchwinden ſollen.
Caͤcilie trat herein. Ein noch weit ſtaͤrkeres Weh zuckte ſichtbar durch ſeine Bruſt, als die geheime Naͤthin ihn ihr ſogleich als den Blumen⸗ geber vorſtellte.—„Sprich ſelbſt, mein Kind,“ fuhr ſie fort:„ob Du irgend Jemand dieſe Geſchenke lieber verdanken moͤchteſt?“
Der Tochter verneinende Gebehrde antwortete dem Wunſche der Mutter gemaͤß. Da rief Stillburg aus:„O mein Gott, Frau geheime


