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Darum bedenk, o Liebchen! dein Gewiiſſen, Bedenk im Ernſt, wie lange du gezaudert, Daß nicht der Welt ſolch Leiden widerfahre.
Werd' ich berechnen und entſchuld'gen muͤſſen, Was alles unnuͤtz ich vor dir geplandert; So wird der juͤngſte Tag zum vollen Jahre.
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XIV. Die Zweifelnden.
Ihr liebt, und ſchreibt Sonette! Weh der Grille! Die Kraft des Herzeus, ſich zu offenbaren, Soll Reime ſuchen, ſie zuſammenpaaren; Ihr Kinder, glaubt, ohnmaͤchtig bleibt der Wille. Ganz ungebunden ſpricht des Herzens Fuͤlle Sich kaum noch aus: ſie mag ſich gern bewahren; Dann, Stuͤrmen gleich, durch alle Saiten fahren; Dann wieder ſenken ſich zu Nacht und Stille. Was gnaͤlt ihr euch und uns, auf jaͤhem Stege Nur Schritt vor Schritt den laͤſtgen Stein zu waͤl⸗ zen, Der ruͤckwaͤrts laßet, immer neu zu muͤhen?
Die Liebenden.
Im Gegentheil, wir ſind auf rechtem Wege! Das Allerſtarrſte freudig aufzuſchmelzen Muß Liebesfeuer allgewaltig gluhen.
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