Ich habe geglaubet; nun glaub' ich erſt recht! Und geht es auch wunderlich, geht es auch ſchlecht, Ich bleibe bei'm glaͤubigen Orden:
So duͤſter es oft und ſo dunkel es war In draͤngenden Noͤthen, in naher Gefahr, Auf einmal iſt's lichter geworden.
Ich habe geſpeiſet, nun ſpeiſ' ich erſt gut! Bei heiterem Sinne, mit froͤhlichem Blut Iſt alles an Tafel vergeſſen. Die Jugend verſchlingt nur, dann ſauſet ſe e fant; Ich liebe zu tafeln am luſtigen Ort, Ich koſt und ich ſchmecke bei'm Eſſen.
Ich habe getrunken; nun trink' ich erſt gern! Der Wein er erhoͤht uns, er macht uns zum Herrn Und loͤſet die ſklaviſchen Zungen.
Ja ſchoner nur nicht das erquickende Naß: Denn ſchwindet der aͤlteſte Wein aus dem Faß⸗ So altern dagegen die Jungen.
Ich habe getanzt und dem Tanze gelobt! Und wird auch kein Schleifer, kein Walzer getobt, So drehn wir ein ſittiges Taͤnzchen. Und wer ſich der Blumen recht viele verflicht Und haͤlt auch die ein' und die andere nicht, Ihm bleibet ein munteres Kraͤnzchen.. 85
Drum friſch nur auf's Nene! Bedenke dich nicht:
Denn wer ſich die Roſen, die bluͤhenden, bricht, nno
Den kitzeln fuͤrwahr nur die Dornen. man So heute wie geſtern, es ſimmert der Stern.


