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ſamer Beſcheidenheit in das ein, was er ihr ſagt; in Deutſchland geſchiehet jenes, im Gan⸗ zen, gar nicht, und dieſes nicht oft. So viel mein Geſchlecht alſo auch hier Bildung und Neigung fuͤr geſellſchaftliche Unterhaltung haben mag, ſo wenig— Bildung oder Nei⸗ gung, ſcheint es fuͤr wahrhaft geſellige Un⸗ terhaltung in der geſellſchaftlichen zu beſitzen— — Doch, bſt! ich wollte ja nicht urtheilen, und ſage deswegen nur, daß jenes Verfahren der Franzoͤſin die Geſpraͤchigkeit im Umgang unge⸗ mein befoͤrdert; das, der Englaͤnderin, ſie wenigſtens nicht hindert; das, der Deutſchen, ſie oft ertoͤdtet- Was ſchreibſt du denn ſo eifrig? ſagte
Klara,*) die mich hier uͤberraſchte.
Eine Vertheidigung der weiblichen Geſprä⸗ chigkeit.
Aber doch nicht der Geſchwaͤtzigkeit?
Nein, das nicht!
Und hier—! Sie hob mit den zwey
*) Vormals der Zögling, jetzt die Freundin der Verfaſſerin.


