Teil eines Werkes 
12. Band (1816)
Entstehung
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Die Geſpraͤchigkeit der Frauen.

Die Geſpraͤchigkeit der Frauen iſt tauſendmal

belaͤchelt, bewitzelt, auch wol verſpottet wor⸗ den: darf ſie nicht auch einmal vertheidigt wer⸗ den? Man muß ſie mit Grund vertheidigen

koͤnnen, denn ſie iſt eine Gabe der Natur, und kann mithin nicht zwecklos ſeyn; ſie iſt einem

ganzen Geſchlecht zugetheilt, und muß mithin einen ſehr bedeutenden Zweck haben. Selbſt

daraus, daß ſie ein zu dringender Trieb iſt, um

ohne anhaltende Bemuͤhung eingeſchraͤnkt zu

werden; daß ſie mithin ſo oft, ohne dieſe Be⸗

muͤhung, zum Uebermaß, zur Geſchwaͤtzigkeit, Plauderhaftigkeit wird: ſelbſt daraus ließe ſich Stoff zur Vertheidigung nehmen. So ſpitz⸗ findig will ieh aber nicht werden, ſondern nur bey dem ſtehen bleiben, was ohne Schwie⸗ rigkeit ſogleich geſehen, gehoͤrt und verſtanden

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