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wie ſich in dieſen beiden lieben Geſchoͤpfchen jetzt, in bedenklicher Situation, der Charakter ihrer Geſchlechter ſo rein und unverkennbar zeigte; und dann dachte ich an uns Menſchen, in aͤhnlichen Verhaͤltniſen— So mußte ich, obgleich eine Feindin aller Empfindelei, ja wol ſehr bewegt werden!—
Ich fluͤſterte der zaͤrtlichen Mutter alle Schmeichelworte und Beruhigungsgruͤnde zu, die mir nur beifielen: Es iſt ja Liebe, was ſich dir nahet! beſchloß ich, indem ich die Hand nochmals naͤherte. Da uͤberfiel das gute Thierchen ein ploͤtzliches Schrecken, als wiſſe es, wie jetzt ſo viele Menſchen lieben; es flog auf, und— wohin? zu ſeinem Gatten auf Einen Zweig, und beide zwit⸗ ſcherten nun noch eifriger, noch dringender,
als ſagten ſie: O thue den Kindern unſrer
Liebe kein Leid!
Schnell nahm ich der Gelegenheit wahr: ſtreuete meine Zuckerkruͤmchen um das Neſt und trat zuruͤck. Augenblicklich flogen beide herbei, uͤberſahen ihren Hausſtand, das Weib⸗ chen ruͤttelte ſich freudig, ſetzte ſich wieder auf


