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an die Vernunft, an die Tugend, an das Ehrgefuͤhl und den Geſchmack kommen wird; aber leider! wie weit mag dieſe Epoche
noch fern ſeyn!
Fuͤr einen wahren Freund der Kuͤnſte und Wiſſenſchaften iſt nichts trauriger, als der gegenwaͤrtige Zuſtand, oder vielmehr— der tiefe Verfall unſerer Literatur. Nie hat man mehr Schriftſteller geſehen als jetzt, aber auch nie weniger wahre Anlagen. Faſt kein einziges Genie, kein junger Mann. von dem ſich einmal etwas Großes erwar⸗ ten ließe, ſchimmert aus dieſem Gewuͤhle hervor. Die ſchoͤnen Kaͤnſte, wie die Wiſ⸗ ſenſchaften, liegen in dieſem oͤden Verfalle,
und ungluͤcklicher Weiſe! wird das kom⸗


