Teil eines Werkes 
4.-6. Bdchen (1846)
Entstehung
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176 dieſe Art ausgerüſtet waren, eilten ſie auf den beſtimmten Sammelplatz. Keiner wußte, was eigentlich der Zweck der Expedition ſeyn ſollte, es war jedoch hinreichend, zu wiſſen, daß man gegen die verabſcheuten Urus zog, und daß der berühmte Guz Beg ſich an die Spitze der Un⸗ ternehmung ſtellte. 1

Zum Sammelplatze war ein tieſes Thal beſtimmt, welches noch ungefaͤhr zwei Meilen von dem Fort ent⸗ fernt war, das angegriffen werden ſollte.

Ehe die Sonne am folgenden Tage ihre höchſte Höhe am Himmel erreicht hatte, fand Hadji ſechshundert Streiter unter feiner Standarte verſammelt. Viele von ihnen waren ſelbſt Häuptlinge von Bedeutung, die durch die Ausſicht unter der wohlbekannten Leitung eines ſo tapferen Anführers Ruhm zu ernten, angezogen worden waren. Sie kamen bepanzert und von einer Reiterſchaar umgeben. Andere waren kühne Bauern, die ſich im Waffenhandwerke einen Ruf erworben hatten, ebenfalls zu Pferd(mit ihren Knechten zu Fuß) und waren be⸗ gierig, mit den Oberhäuptern ſelbſt in kühnen Thaten zu wetteifern. Viele waren anch unabhängige Freie, die von ihren einſamen Bergwohnungen kamen, keinen be⸗ ſonderen Führer anerkannten, und für ſich ganz nach ihrer Neigung und ihrem Gutdünken fochten; ſie waren mit Gewehr, Schwerdt und Dolch bewaffnet. Was auch ihr Rang und Name war, alle waren ſie von einem Ge⸗ fühle beſeelt vom tiefſten Haſſe des gemeinſchaftlichen Feindes.. Während ſie ſich zum Abmarſche vorbereiteteu, ver⸗ kündete das laute Rufen der Menge die Ankunft neuer Kämpfer; es war ein edler, junger Reiter mit einer Bande berittener Männer von ſeinem Alter, die eben aus dem Walde heraus kamen. Der Jüngling ritt vor⸗ wärts, als man Platz für ihn machte, ſprang von ſei⸗ nem Pferde und ſtürzte ſich dem Hadji zu Füßen.

Mein Sohn! mein Sohn! Freude meines Herzens! rief der Hadji, indem er den ſchlanken, wohlgewachſenen