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mit niedergeſchlagenen Augen: Ich zahlte in Genf zwölf Franks für jeden dieſer Fächer.
Ich gebe Ihnen das Doppelte, ſagte Ciceruachi ruhig.
Der Fremde ſchreckte zuſammen, und blickte erröthend vor Unwillen zu ihm empor. Mein Herr, ſagte er heftig, ich nehme von Niemanden höhere Preiſe an, als ich fordere!
Signor, Signor, Sie vergeſſen wieder, daß Sie ein Kaufmann ſind, rief Montardo lachend. Kein Kaufmann verkauft ſeine Waare zu dem Preis, den er ſelber dafür gezahlt hat, merken Sie Sich das!
Und übrigens gedenke ich immer noch ein gutes Geſchäft mit dieſen Fächern zu machen, ſagte Ciceruachi. Ich zahle Ihnen vierundzwanzig Franks und werde fünfzig dafür fordern. Denn die Damen unſerer Nobili, welche meiſt alle Pruſſiani ſind, werden entzückt ſein, ihre Gegner auf ſo elegante Weiſe ärgern zu können. Sie ſind alſo zufrieden, mein Herr, mit dem gebotenen Preis?
Ich bin zufrieden, ſagte der Fremde verlegen und erröthend.
Und iſt das der einzige Gegenſtand, den Sie mir anzubieten haben?
Nicht doch, ich habe noch einiges Andere, ſagte der Fremde lächelnd, indem er ein neues Paket öffnete. Da Sie Pruſſiano ſind, ſo werden Ihnen hoffentlich dieſe allerliebſten Denkmünzen und Schauſtücke gefallen, welche in Holland erſchienen ſind, und auf denen ſich geiſtreiche Sa⸗ tyren auf die Feinde des großen Königs befinden.*)
Ah, laſſen Sie ſehen, Signor, riefen die beiden Italiener. Dann betrachteten ſie mit ſichtbarem Behagen und vergnügtem Lachen dieſe holländiſchen Denkmünzen, welche allerdings ſehr derbe und draſtiſche Satyren auf die Feinde Friedrichs enthielten, und auf denen ſich in gar komiſchen Situationen und Stellungen die wohlgetroffenen Figuren der Kaiſerinnen Maria Thereſia und Eliſabeth, wie der„Couſine Pom⸗ padour“ und des Fürſten von Soubiſe befanden.
Ich behalte alle dieſe Denkmünzen, alle! rief Ciceruachi entzückt.
Der Fremde lachte. Nicht doch, ſagte er, ich kann doch nicht mein ganzes Geſchäft verkaufen, ſondern muß noch etwas übrig behalten!
*) v. Archenholtz. Th. I. S. 240.


