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uns zuſammen des glücklichen Erfolges freuen! rief er. Wein her, wir wollen zuerſt dem Sieg des Tages ein Glas darbringen und auf die Freund⸗ ſchaft Oeſterreichs und Rußlands eine Flaſche Eures ſchönen deutſchen Rheinweins leeren. Wein her! Die Nacht iſt noch lang genug zur Berathung, laßt uns erſt den Sieg feiern.
Die Koſacken waren auf den Wink eines der Adjutanten Soltikow's vom Boden aufgeſprungen und ſchleppten jetzt mit luſtiger Behendigkeit aus der Ecke des Gemaches das große Reiſeneceſſaire des Generals herbei, das eine hinlängliche Anzahl gefüllter Flaſchen und ſilberner Becher enthielt, die ſie mit geſchäftiger Eile auspackten und auf dem Tiſch aufzuſtellen begannen. Der Secretair war nicht minder eilfertig bemüht, die Papiere und Briefſchaften haſtig zuſammenzuraffen, und der Tiſch, welcher eben noch ein ſehr geſchäftsmäßiges Anſehen gehabt, hatte ſich ſchnell genug in ein anmuthiges Büffet, geſchmückt mit einer Batterie Flaſchen und ſilberner Becher, verwandelt.
Während Soltikow ganz vergnügt dieſer Verwandlung zuſchaute, warf der Marquis dem öſterreichiſchen General einen angſtvollen und beredten Blick zu, den dieſer mit einem leiſen Achſelzucken erwiderte.— Beide wußten ſie, daß der tapfere General Soltikow nächſt dem Donnern der Kanonen und dem Gewühl der Schlachten nichts ſo ſehr liebte, als das Springen der Pfropfen, den Duft den Weins, daß der General ein eben ſo tapferer und unverwüſtlicher Soldat, als ein tapferer und unver⸗ wüſtlicher Trinker war, welcher beim Wein ſehr geneigt ſchien, alles Andere zu vergeſſen, um nur der Wonne des Genuſſes ſich zu überlaſſen.
Der Marquis wollte daher noch einen ſchwachen Verſuch machen, den ruſſiſchen General an ſeine ernſteren Pflichten zu erinnern.
Sehen Sie da, Excellenz, ſagte er, Ihr Herr Secretair ſieht ganz traurig und melancholiſch aus, weil er vor dieſer Batterie von Flaſchen ſich mit ſeinen erhabenen Schreibereien zurückziehen ſoll. Wollen Euere Excellenz ihn nicht erſt abfertigen und den angekündigten Kriegsrath abhalten, damit wir deſto ungeſtörter nachher der Freude uns hingeben können?
Wozu bedarf es indeſſen des Kriegsraths, fragte Soltikow, indem er ſich auf einen Seſſel niedergleiten ließ und dem hinter ihm ſtehenden


